OBSTSORTENERHALTUNGSPROJEKT auch wieder in 2018 bitte per Mail anfragen, nehme Zweige im Januar  entgegen, keine Einweisungsveranstaltung....
In unserer Region gibt es noch sehr große Bestände an alten Obstbäumen. Zu finden sind sie in Gärten der alten Wohnsiedlungen in den Städten und auf dem Land in alten Bauerngärten.)
Geht man von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von etwa 60 – 80 Jahren bei Apfelbäumen aus, bei Birnenbäumen etwas mehr, so ist zu erwarten, dass ohne Nachpflanzung in weniger als 25 Jahren der größte Teil dieser Obstbaumschätze unwiederbringlich verschwunden sein wird. Bei den alten Bäumen handelt es sich um an unsere Region bestens angepasste Sorten, nicht umsonst sind die Bäume so alt geworden. Viele Besitzer kennen und lieben die teilweise ganz speziellen Eigenschaften der Früchte, wissen aber nicht den Sortennamen und können nicht die gleiche Sorte nachpflanzen.
 
Und hier setzt das Projekt des RUZ (www.ruz-schortens.de)  und Jörn Paulsen (www.obstbaumfreund.de) an.
Wir möchten unsere Baumgreise sortenecht vermehren (veredeln) lassen.
Der Ablauf des Projekts ist folgender:
Für die Veredelungen benötigen wir einjährige Zweige des Obstbaumes. In einer Einführungsveranstaltung Mitte Januar .... um ...... Uhr wird erklärt welche Zweige geeignet sind. Fragen werden beantwortet. Wenn Sie sich zutrauen ausreichend kräftige Zweige für die Veredelungen selber zu erkennen, ist die Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Bitte möglichst nur Zweige aus der gut belichteten Krone schneiden. Leider haben alte Obstbäume selten geeignete Veredelungsreiser. Sie sollten gerne mindestens 20 cm lang und gerne länger und bleistiftdick sein. Einjährige Wassertriebe sind auch gut geeignet. Gute Veredelungsreiser finden sich oft dort, wo der Baum im letzten Winter geschnitten wurde. Auch an Windbruchstellen wird man oft fündig. Bei abgängigen, sterbenden Bäumen treiben manchmal geeignete Reiser an dicken Leitästen in der Krone aus. Alle Reiser nur aus der Krone, nicht vom Stamm oder Bodenaustrieb schneiden. Quirlholz ist ungeeignet, aber in alten Bäumen oft einzig anzutreffen. Die Reiser bitte nicht vor Mitte Januar schneiden und in feuchtem Sand, Laub oder in einer Plastiktüte im Kühlschrank lagern. Eine Woche später werden die Zweige im RUZ eingesammelt, auf Eignung geprüft, nummeriert und dem Besitzer zugeordnet.
Selbstverständlich können auch alle anderen nicht sortengeschützte Bäume vermehrt werden. Vermehrt werden können Apfelbäume, Birnenbäume, Pflaumen-Zwetschgen-Renekloden-Mirabellen-sowie Pfirsich- und Nektarinenbäume und Süss-und Sauerkirschenbäume.
 
Auch die Vermehrung von Wunschsorten ist möglich, wenn Jörn Paulsen entsprechende Zweige beschaffen kann. Hier ist eine rechtzeitige Wunschäusserung erforderlich. Walnussbaumveredelungen sind nicht möglich, starke Sämlingshoch-und Halbstämme können aber auch beschafft werden, Preis auf Anfrage.
Danach kommen die Zweige in die Baumschule und werden dort im Frühjahr auf einen Hochstamm oder Halbstamm veredelt. Je nach Anwachserfolg und Qualität der Veredelung können dann im November 2017 schon etwa 70% der Bäume an einem noch zu bestimmenden Termin in Empfang genommen werden. Die anderen 30% sind dann ein Jahr später fertig. Garantien für das Gelingen der Veredelungen können nicht gegeben werden.
Hochstämme haben einen Stamm von 1,80m  – 2,00m und Halbstämme von etwa 1,20m, der Stammumfang ist in einem Meter Höhe bei den Hochstämmen etwa 6-10cm bei der Auslieferung.
Für die Pflanzung im November ist ein Platz mit folgenden Eigenschaften zu reservieren: Es darf keine Staunässe vorhanden sein und der Boden darf nicht (an)moorig sein. Ideal ist fruchtbarer feuchter sandig-lehmiger Boden an einem vollsonnigen Standort. Kirschen lieben es nicht ganz so feucht. Für die Abstände ist bei den Hochstammbäumen ein Kronendurchmesser von 8-10 m und bei den Halbstämmen ein Kronendurchmesser von 3-4 m zu berücksichtigen. Des Weiteren sollte Kernobst nicht dort gepflanzt werden, wo Kernobst zuvor stand und Steinobst nicht dort, wo Steinobst zuvor stand. Kernobst auf Steinobst und umgekehrt ist gut möglich.
Bei der Abgabe der Reiser gibt der Besitzer verbindlich an, wie viele Bäume er in welcher Größe haben möchte. Der Auftrag wird so an die Baumschule  weitergeleitet.
Für den Besitzer oder Interessenten entstehen Kosten von 30 Euro für einen Hochstamm oder 20 Euro für einen schwächer wachsenden Halbstamm. Walnussbäume haben abweichende Preise. Bezahlt wird erst bei Lieferung der fertigen Bäume.